Coming out

Prenzlau (ipr) In einer Meldung auf der Website der NPD-Prenzlau über ein Ortsbereichstreffen am 5. Februar hat sich der Rechtsextremist Sven Gäsemann als Ortsbereichsleiter der NPD in Prenzlau geoutet. (Quelle: Gegenrede, 14.02.2012)

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Audio-Feature zur Vertreibung des Zirkus »Happy«

Im September 2010 musste ein kleiner Familienzirkus Milmersdorf unter Polizeischutz verlassen. Anwohner hatten die Zirkusmitglieder bedroht, beschimpft und mit Steinen beworfen.

Tochter und Mutter berichten über die Angriffe:
Audio-Feature 128.mp3
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Milmersdorf. Ein zerfahrener Parkplatz an der Durchgangsstraße. Im September 2010 wird ein Zirkus aufgebaut, ein kleiner bloß, doch bunt und laut. »Zirkus Happy« steht auf dem Zelt. Die Kinder aus den Neubaublöcken freuen sich und kommen näher.

Justine war damals 15 Jahre alt und allein für ihre jüngeren Geschwister verantwortlich, denn die Eltern sind mit dem Auto unterwegs, um Reklame von einer Druckerei in Berlin zu holen. Als sich, anlässlich einer Nichtigkeit, eine immer größer werdende Menge an EinwohnerInnen auf dem Gelände versammelt. Es hagelte Beschimpfungen und Bedrohungen; »Asoziales, dreckiges Zigeunerpack«.

Der Aufenthalt der Familie in Mimersdorf währte nicht lang und endete unter Polizeischutz. Fluchtartig mussten die Zirkusmitglieder das uckermärkische Dorf verlassen.
(Quelle: Opferperspektive, 18.01.2012)

Alle Angeklagten wegen Volksverhetzung verurteilt

Prenzlau (ipr) Gestern endete der Prozess um die gewaltsame Vertreibung des Familienzirkus „Happy“ aus Milmersdorf im September 2010 mit einer Verurteilung aller fünf Angeklagten wegen gemeinschaftlich begangener Volksverhetzung. Zusätzlich wurde einer der Angeklagten wegen versuchter Nötigung und ein weiterer wegen Sachbeschädigung verurteilt. (Quelle: Gegenrede 08.02.2012)

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SVEN BEUTER UNVERGESSEN!

Gedenkkundgebung am 15. Februar bei uns in Prenzlau.
In ewiger Erinnerung an Sven Beuter, dem von einem Nazi ermordeten Punk !

Der 23 jährige Punk wurde vor sechzehn Jahren zum wiederholten Male Opfer eines (neo)nazistischen Überfalls. Ein (Neo)nazi griff Sven Beuter am Abend des 15. Februar 1996 an und verletzte ihn dabei durch brutale Schläge und Tritte schwer. Zu den erlittenen Verletzungen des Zusammengeschlagenen bzw. Zusammengetretenen zählten u.a. Hirnquetschungen, mehrere Schädelfrakturen, schwere Verletzungen der inneren Organe sowie diverse Knochen- und Rippenbrüche. Das Opfer lag in einer Blutlache von einem halben Meter Durchmesser. Neben ihm verlief eine blutrote, ungefähr 50 m lange Schleifspur im Schnee. Am 20. Februar verstarb Sven Beuter an den Folgen seiner schweren Verletzungen.
Der Angriff wurde damals von zwei Zeugen beobachtet, die den (neo)nazistischen Gewaltverbrecher auch stellten. Er wurde einige Monate später rechtskräftig zu einer Haftstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt.

Mordlust aus ideologischen Gründen

Der Mord an Sven Beuter steht beispielhaft für einen unverblümt sozialdarwinistischen Ausdruck der (neo)nazistischen Ideologie, dem allein in den letzten 22 Jahren mehr als 150 Personen zum Opfer fielen. Die aktuell aufgedeckten Anschläge des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) zeigen zudem mit welch hohem Organisationsgrad und welch tiefer Menschenverachtung gemordet wird.
In der (neo)nazistische Ideologie spielen Individuen keine Rolle, sie müssen sich dort einem fiktiven Volkskollektiv unterordnen. Abweichler oder Angehörige anderer „Völker“ werden hingegen als Schädlinge dieses rassisch definierten Volkskörpers verunglimpft und deshalb auch mit brutalsten Mitteln von (Neo)nazis bekämpft.

Wir die Street Pirates Prenzlau wollen mit dieser Gedenkkundgebung -ERINNERN- aber auch -WACH RÜTTELN- !
Wir rufen hier mit auch jede/n Bürger/in dazu auf, daran teilzunehmen und sich dem alltäglichen Faschismus konsequent entgegen zu stellen.

Faschismus ist keine Meinung
Faschismus ist ein Verbrechen

Dont Forget
Dont Forgive

FIGHT FASCISM

(Quelle: Street Pirates Prenzlau)

weitere Informationen: hier

Rechtsextreme sind Thema im Kreisausschuss

Prenzlau (ipr) Die Mitglieder des Kreisausschusses werden sich in ihrer morgigen Sitzung ab 17 Uhr mit einem Lagebericht zum Rechtsextremismus in der Uckermark beschäftigen. (Quelle: Gegenrede, 06.02.2012)

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